Testberichte von Digitalkameras

Digitalkamera Testbilder im Vergleich

Digitalkamera Testbilder im Vergleich ( Flickr: TomInMuc)

Bevor man sich eine Digitalkamera zulegt informiert sich hoffentlich jeder irgendwo, welche Kamera die für ihn passendste ist. Besonders wichtig ist dieser Schritt, wenn man eher wenig Ahnung von Fotokameras hat. Aber auch für bereits geübte Fotografen ist der Blick über den Tellerrand wichtig, da sich jedes Jahr Änderungen, vor allem bei der Technik, ergeben. Die meisten werden entweder zum Fachhändler gehen oder sich im Internet Testberichte von Digitalkameras durchlesen. Doch wie zuverlässig sind diese Berichte für den tatsächlichen Gebrauch und wie werden überhaupt Kameras verglichen, wenn doch jede verschieden ist?

Erstellung eines Testberichts für Digitalkameras

Testberichte gibt es im Internet wie Sand am Meer. Wirklich zuverlässige und objektive Einschätzungen für Digitalkameras haben aber meist nur größere Anbieter wie chip.de, testbericht.de oder für neue Modelle test.de. Mein persönlicher Favorit ist chip.de, da dort kurz und knapp geschildert wird wo die Vorteile und wo die Nachteile liegen. Außerdem gibt die jeweilige Seite auch einen guten Überblick über die technischen Features und Einschätzungen für welche Bereiche der Fotografie die Kamera geeignet ist. Die Tests von chip sind laut der Seite genormt und werden bei jedem Modell exakt gleich durchgeführt. Dazu nutzen die Tester verschiedene Testbilder in schwarz-weiß und Farbe und analysieren aufgrund der Bilder dann die Detailgenauigkeit und die Farbwiedergabe. Einen kurzen Überblick über diese Testmethoden gibt es einmal hier und dann noch hier.

Wichtig beim Test

Die Testbilder sind teilweise nicht aus dem realen Leben entnommen sondern unterziehen dem Sensor der Digitalkamera einem Test, der vor allem die Pixelanzahl und die Farbwiedergabe beansprucht. Dabei geht es im Wesentlichen um die Natürlichkeit und Präzision der Kameras. Rauschen und andere unschöne Artefakte bei einem Foto entstehen meist aus dem Zusammenspiel dieser beiden Komponenten. Auch das Licht ist dabei wichtig – Stichwort Farbwiedergabe. Ein korrekter und gleichmäßiger Weißabgleich ist beim Test des manuellen Modus von sehr wichtiger Bedeutung.

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Urlaubszeit ist Fotografiezeit

Urlaub in den Bergen am Bauernhof

Urlaub in den Bergen (Bild: Gertrude Kerschenbauer - Flickr: hoenigshof)

Jetzt wo es wieder wärmer wird beginnt für viele die Urlaubssaison. Es werden wieder verstärkt Flüge nach Spanien, Italien oder in die Türkei gebucht, um danach sonnengebräunt wieder zurückzukehren. Aber warum in die Ferne schweifen, wenn uns die Meteorologen einen warmen Sommer auch in Deutschland verheißen? Das Reiseziel Deutschland wurde in den letzten Jahren immer beliebter und das auch bei Einheimischen! Hier kann man im Urlaub alles haben. Von den Gebirgen im Süden mit den wunderbaren Almen und Wanderungen im Gebirge bis hin zum Strand im Norden, mit Sonnenschirm und Strandkorb – nichts muss auf der Strecke bleiben.

Urlaubsbilder

Urlaub am Strand

Urlaub am Strand (Bild: Sebastian Courvoisier - Flickr: firewarrior)

Um die wunderbaren Erinnerungen jedes Jahr mit nach Hause zu nehmen, empfiehlt es sich natürlich Fotos von den eindrucksvollsten Landschaften zu machen. So kann man die Erinnerungen an die schönen Orte konservieren und im nächsten Jahr an einen anderen Ort fahren, um von dort auch wieder schöne Urlaubsbilder zu machen. Die meisten besitzen für ihre Aufnahmen sicherlich eine Kompaktkamera mit durchschnittlich 4- bis 5-fach optischen Zoom, was durchaus ausreichend ist für Standard-Urlaubsbilder. Wenn man sich aber im Urlaub ein wenig mehr Zeit nimmt kann man die Landschaften sicherlich noch eindrucksvoller ablichten, als es mit diesen Kameras möglich ist (das soll nicht abwertend klingen, nur kann die Qualität von DSLRs bspw. viel besser ausfallen). Das richtige Zubehör vorausgesetzt entstehen tolle Aufnahmen die es wert sind nicht nur irgendwo abgespeichert zu werden, sondern auch für andere Personen, zum Beispiel der Familie und Freunden, präsent gemacht zu werden. Jedoch möchte man gerade im Urlaub nicht die ganze Zeit das ganze Zubehör mit rumschleppen. Ich denke man kann bei den heutigen DSLRs auf das „Standard-“Objektiv 18-55mm zurückgreifen und dann aufgrund der hohen Pixel-Anzahl, bei der Nachbearbeitung, den passenden Bildausschnitt herausfiltern – das Bild also um das Motiv beschneiden.

Fotos bewerten und dann ein Fotobuch erstellen

Wenn man mit der Bearbeitung der schönsten Bilder fertig ist, können diese auf dem PC abgelegt werden und man schaut sie sich vielleicht hin und wieder mal an. Oder man macht etwas Kreatives damit, Möglichkeiten gibt es heutzutage ja massig. Man kann die Bilder in zahlreichen Communities wie deviantART oder der Fotocommunity posten und sich die Meinung zu den Bildern von weiteren Personen einholen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, sich von den Fotos ein schönes Fotobuch anzufertigen. Ich habe das auch mal ausprobiert und bin mit dem Fotobuch-Service von wunderkarten.de eigentlich ganz zufrieden. Zwar bietet PosterXXL zum Beispiel die Software dazu im Internet an aber da bin ich mir dann auch nicht sicher, wer auf meine Bilder und Daten zugreifen kann. So hab ich eine Fotobuch-Software und weiß, die läuft auf meinem Rechner, den ich selber vor unerwünschten Programmen schütze und gut. Aber auf welche Weise man sein Urlaubsalbum erstellt bleibt natürlich jedem selbst überlassen. So ein Fotobuch bietet die Gelegenheit die Fotos auch mal „aus der Hand“ zu geben oder gemeinschaftlich in einem Buch zu gucken. Hat ein wenig mehr sozialen Charakter innerhalb der Familie, finde ich. Aber jedem/r wie es ihm/ihr beliebt 😉

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Hamburger Hafengeburtstag

Hamburger Hafengeburtstag

Hafengeburtstag - Segelschulschiff MIR (Flickr: diffusor)

Am letzten Wochenende war der Hamburger Hafengeburtstag und ich war in diesem Jahr das erste Mal dort. Zum 822. Geburtstag gab es auch einen neuen Besucherrekord. Wie bei vielen anderen Festen gab es natürlich eine Menge Imbissbuden und Fahrgeschäfte. Aber dafür muss man ja nicht nach Hamburg fahren. Interessant sind ja dort besonders die Schiffe und die Veranstaltungen dazu. Sowohl Landunterhaltung als natürlich auch das Wasserprogramm ist das wirklich unterhaltsame an den Landungsbrücken. Das Wetter war ideal, fast zu ideal, weil ich mir einen schönen Sonnenbrand geholt habe (selbst Schuld :-)). Schiffe über Schiffe aus allen Regionen der Welt mit sämtlichen Antriebsmöglichkeiten konnte man ebenso bewundern, wie die herrliche Kulisse im Hintergrund. Wer schonmal auf dem Hafenfest oder einfach nur so in Hamburg war, weiß was ich meine. Für alle Anderen: Schaut es euch unbedingt an, Hamburg ist definitiv einen Kurztrip wert.

Veranstaltungen auf dem Hafenfest

Die Hauptattraktion am Samstag war das Schlepperballett. Zur eingespielten Musik (die man sehr leise bis gar nicht gehört hat) „tanzten“ die Schlepper auf der, eigens dafür gesperrten, Elbe und ich muss sagen: „Ich bin fasziniert, wie präzise man doch ein Schiff steuern kann“. Teilweise kamen die Schlepper mit Volldampf auf die Kaimauern zugefahren, um nur wenige Zentimeter davor stehen zu bleiben. Ich war überwältigt.

Das Ziel, sich mal auf einem U-Boot umzusehen, haben wir anschließend doch verworfen. 9 Euro Eintritt für einen 5 minütigen Gang durch U434 war dann doch etwas zu teuer. Da lobe ich mir die Russen. Für ihr Segelschulschiff MIR haben sie 3 Euro Eintritt verlangt und deshalb haben wir uns das dann auch angesehen. Bereits am Bug zog der Wind schon ordentlich und wenn ich dann bedenke, dass die Kadetten bis auf über 20 Meter hoch hinaus müssen, um bei Wind und Wetter die Segel zu hissen und einzuholen, freue ich mich doch hier gemütlich in meinem Stuhl zu sitzen und euch nur davon zu berichten.
Der Sonntag fiel zeittechnisch ein wenig knapper aus, da an diesem Tag auch die Rückreise stattfand. Aber um mit dem größten transportablen Riesenrad der Welt zu fahren, hat es noch gereicht. 60 Meter ging es hoch hinaus. Ein wunderbarer Blick über den Hafen und halb Hamburg krönte den Tag. Und auch das größte Passagierschiff der Welt lag neben diesem Riesenrad vor Anker. Von weitem erkennt man, zwischen den umliegenden Häusern, kaum die Queen Mary 2. Erst wenn man den Bug sieht oder die Rettungsboote erspäht kann man ahnen, dass es sich wohl doch nicht um ein Gebäude handelt. Das Riesenschiff ist schon beeindruckend, wenn man direkt davor steht. Nach einem Spaziergang durch die Hafencity mussten wir dann Abschied nehmen von den zwei schönen, sonnigen Tagen am Hamburger Hafenfest.

Bis zum nächsten Jahr!

P.S.: Eigene Fotos folgen sobald ich sie bearbeitet habe

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Die kleinste Kamera der Welt

Kamera am Helm

Alternative zur GUNCAM (Bild: Paul Emerson - Flickr: emersunn)

Nachdem ich vor ein paar Wochen mal einen Absatz vom größten Objektiv der Welt für Kameras angerissen habe, möchte ich heute mal den anderen Weg gehen. Wie groß oder eher klein ist die kleinste Kamera der Welt? Naja, es kommt drauf 😉 Reden wir über Videokameras dann ist diese mit 1,2 mm Durchmessern im Bereich der Chirurgie zu sehen. Sie wird für Endoskope verwendet und kann Bilder aus dem inneren des Herzens machen. Sie ist so klein, dass die Geräte billig produziert werden können und daher auch Wegwerf-Artikel sind.

Die kleinste Kamera der Welt, die auch für den privaten Einsatz gedacht ist, ist vermutlich die GUNCAM. Sie kann auf Helmen am Fahrrad und anderen Fortbewegungsmitteln angebracht werden. Die Auflösung für Fotos ist Full-HD tauglich (1280×1024), bei Videoaufnahmen ist die Qualität deutlich schlechter und liegt damit nur bei 720×480. Der Hersteller verspricht trotzdem scharfe Bilder. Da ich sie aber nicht habe live testen können, müsst ihr euch entweder selbst ein Bild machen oder euch das Video auf der Seite ansehen. Die kleine Kamera wird durch einen Akku betrieben, der über den USB-Anschluss geladen wird. Damit könnt ihr dann ca. 2 Stunden kreative Fotos und Videos machen. Gespeichert werden die Daten auf SD- oder SDHC-Speicherkarten.

Die GUNCAM unterscheidet sich wenig von der baugleichen KeyCam. In zahlreichen Foren findet ihr Infos über die kleine Kamera. Sie ist zwar günstiger als die GUNCAM, aber da sie nicht aus Deutschland kommt, müsst ihr die Garantiebedingungen (und vielleicht die Qualität?) beachten.

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Beruf: Fotograf

Vorab: Wenn ich in diesem Beitrag von Fotograf rede, meine ich sowohl den Fotografen(männlich), als auch die Fotografin(weiblich)

Fotograf

Beruf: Fotograf (Flickr: Metro Centric)

Den meisten Menschen soll der eigene Beruf Spaß machen, man will sich darin ausleben und damit identifizieren. Wenn diese Dinge zutreffen kann auch der Arbeitgeber davon ausgehen, dass der Mitarbeiter wirklich Dinge macht, die gelingen. Warum dann also nicht das Hobby zum Beruf machen. Von Vielen ein Traum, machen ihn aber nur Wenige wahr. Bei der Fotografie ist das anders. Ich kenne viele Menschen, die irgendwann einmal mit der Fotografie angefangen haben und sich nun nebenbei darüber einen kleinen Zuverdienst erwirtschaften oder gar als Fotograf arbeiten. Doch will man professionell und eventuell mit einer eigenen Firma unterwegs sein, kann der Weg ziemlich schwierig werden. Aber wie heißt es in einer bekannten Autowerbung: „Nichts ist unmöglich…“.

Wege eines Fotografen

Frühzeitig das Hobby Fotografie zu haben bringt später Vorteile. Wenn man schon in der Kindheit anfängt Freude an der Fotografie zu entwickeln, wird der Weg leichter. Man kann schon frühzeitig experimentieren und seine Präferenzen erkunden. Zwei Wege kann man einschlagen: entweder entscheidet man sich für die Natur- und Landschaftsfotografie oder für die Personenfotografie. Wenn man später von der Naturfotografie leben möchte muss man bereit sein (viel) zu reisen, dementsprechend flexibel sein und die Zeit dazu haben. Bei der Personenfotografie kann man sich auf lokale Events, wie Hochzeiten, Jugendweihen usw. beschränken. Aber auch „Freestyle“ Fotos in alten Gebäuden oder in der Natur sind denkbar.

Ausbildungen

Ausbildung oder Studium

Ausbildung zum Fotografen (Bild: Markus Tacker - Flickr:tacker)

Auch alle Praxiserfahrung ersetzt keine Ausbildung. Aber auch hier führen viele Wege nach Rom. Man kann sich zwischen einer 3-jährigen Ausbildung und einem 2-3-jährigem Studium entscheiden. Die Inhalte der Ausbildung sind immer gemischt. Das heißt es werden sowohl die Landschaftsfotografie behandelt, als auch Stillleben und Personenfotografie. Auf ulmato.de findet ihr weitere Infos über Arbeitsbedingungen und Gehälter für Fotografen. Fotografie studieren kann man an fast allen Unis und Fachhochschulen, die sich Kunst und Gestaltung auf die Fahnen geschrieben haben. Meist gibt es die in Ballungsräumen wie Berlin, München oder dem Ruhrpott. Hier gibt es noch eine Linkliste zu Ausbildungsstandorten.

Nach der Ausbildung

Ein Bild von der Reisefotografie

Reisefotografie (Bild: Anja C. Wagner - Flickr:acwBerlin)


Nach der Ausbildung zum Fotografen geht es raus in die weite Welt. Wer sesshaft werden möchte kann in einem Fotostudio als Mitarbeiter arbeiten, vielleicht auch in einer leitenden Position oder selbst ein Fotostudio eröffnen. Dass bedeutet harte und vor allem gute Arbeit. Denn wenn man erfolgreich sein will muss man sich gegen die Konkurrenz durchsetzen und das geht nur mit Service und guter Qualität der Bilder. Ein noch ganz anderer Weg ist es Bilder bei Reisen zu machen und diese dann zu verkaufen. Jedoch sind nur wenige Fotografen so gut, dass sie von dem Verkauf ihrer Bilder leben und sich weitere Reisen finanzieren können.

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Atomkraft und Fotografie

Atomkraft nein Danke Banner

Atomkraft (Bild:Landesverband Nordrhein-Westfalen von Bündnis 90/Die Grünen NRW Flickr - gruenenrw)

Das Thema, das derzeit die Medien beherrscht ist eindeutig die Diskussion über die Energie aus Atomkraft. Nachdem in den 70 Jahren die erste große grüne Welle gegen Atomkraft gestartet ist, hat sie mit der Katastrophe in Fukushima neue Höhen erreicht. Gestern war nun der Jahrestag des Unglücks in Tschernobyl, wo vor 25 Jahren erstmals Stufe 7 auf der INES-Skala erreicht wurde.

Fotografien zum Thema Atomkraft

Sarkophag Tschernobyl

Sarkophag am Reaktor in Tschernobyl (Bild: Matthias Matting Flickr - mmatting)

Tschernobyl und die Umgebung innerhalb von 30km ist wie ausgestorben. Nur noch wenige Menschen wohnen hier. Auch Fotografie-Ausstellungen zu dem Thema gibt es derzeit. Eine davon ist in Berlin. Sie heißt: „Tschernnobyl: Verlorene Orte, gebrochene Biografien“ und läuft vom 14.04.2011-29.05.2011. Wer sich also einmal näher mit dem Thema beschäftigen möchte kann sich im Willy-Brandt-Haus informieren. Der Fotograf Rüdiger Lubricht zeigt Bilder von der Natur und dem verlassenen Fleck Erde, der vor dem Unglück noch besiedelt war.
Auch in Bergentheim gibt es eine Foto-Ausstellung zur Atomkraft. Seit 1987 fotografiert Peter Schilde Atomkraftwerke in Deutschland. 25 Aufnahmen zeigt er noch 3 Wochen in der Industriestraße 8 in Bergentheim. Mit dem Titel „Ruinen für die Ewigkeit“ will Schilde an die Gefahr aus der Atomkraft erinnern.
Auch eine Wanderaustellung gibt es zu dem Thema. Die Fotografien die alle unter dem Titel „25 Jahre nach Tschernobyl“ gezeigt werden, sind in Dortmund zu sehen. Dort begleitet einer der sogenannten Liquidatoren die Ausstellung als Zeitzeuge. Nikolaj Bondar half an den Tagen des Atomunglücks bei Säuberungsarbeiten direkt am zerstörten Reaktor.

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3D Fotografie – Teil 2

Kommen wir nun zum zweiten Teil der 3D Fotografie. Hier will ich euch kurz mal zeigen, was für Fotos aus dem Experiment „3D Fotografie mit einer Kamera“ entstanden sind. Vielen Dank auch hier nochmal an Thorsten, mit dem ich das Experiment durchgeführt habe und der jetzt ein paar Nerven weniger hat, nachdem er die Fotos zusammengefügt hat.

Vorher aber noch kurz zu den Fehlern, die beim Aufbau mit der Kamera gemacht werden können und somit vermieden werden sollten. Wichtig ist, dass die beiden Bilder immer auf der gleichen Ebene sind. Das gilt für alle Achsen. Verschiebungen nach vorn oder nach hinten in der x-, y- oder z-Achse bewirken, dass der 3D-Effekt nicht entstehen kann. Genauso verhält es sich auch, wenn eines der beiden Fotos in einem anderen Winkel zum Motiv ausgerichtet ist, als das Andere. Der Winkel zum Motiv von beiden Aufnahmen darf also nicht verändert werden. Verschiebungen dürfen nur auf einer Geraden, parallel zum Motiv erfolgen und die Kamera darf nicht gedreht werden.

Beuth Schriftzug in 3D

Beuth Schriftzug in 3D - anaglyphe Technik

Treppengeländer in 3D

Treppengeländer in 3D - anaglyphe Technik

Um sich die Bilder in 3D anzuschauen benötigt ihr eine Brille die ein cyanfarbenes und ein magentafarbenes Glas hat. Solche bekommt man für ca. 1-2 Euro beim Optiker. Das Treppengeländer ist eine schwierige Angeelegenheit weil es verschiedene Fluchten gibt, die bei der Verschiebung der Kamera zueinander parallel abgebildet werden müssen. Deswegen kommt der 3D-Effekt hier nicht ganz heraus, sieht aber dennoch gut aus. Wer jetzt Lust bekommen hat, das mal selber auszuprobieren, soll das gerne tun. Berichtet doch dann auch mal in den Kommentaren über die Ergebnisse.

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3D-Fotografie mit einer Kamera

anaglyphes 3d foto

Anaglyphes 3D-Foto (Bild:Stephanie-Klocke Flickr - Stephi 2006)

Um Bildern mehr zu Tiefe zu verleihen gibt es viele Möglichkeiten. Man kann Objekte fotografieren und den Hintergrund so ausrichten, dass er möglichst weit weg erscheint. Man kann eine kleine Blendzahl nehmen (also die Blende weit aufmachen) um das Motiv scharf zu stellen und den Hintergrund verschwimmen zu lassen. Aber es gibt auch andere Wege um realen Raum im Foto abzubilden. Nicht nur im Kino gibt es 3D-Aufnahmen, auch in der Fotografie-Welt ist der Trend angekommen. Das Problem bei Fotos ist ja, dass man eine 3D-Umgebung auf eine 2D-Ebene abbilden muss und dadurch die ganze Tiefe verloren gehen kann. Schön, dass sich einige Kamerahersteller Gedanken dazu gemacht haben und 3D-Fotokameras entwickelt haben. Eine die man möglicherweise schon einmal gesehen hat, wenn man sich das Thema 3D-Aufnahmen bereits vorgenommen hat, ist die Fujifilm FinePix REAL 3D.

3D-Aufnahme-Technik

Shuttertechnik

Shuttertechnik (Bild:Til Topper Flickr - 3DTopper)

So eine Kamera muss 2 Objektive haben, die annähernd das gleiche Bild aufnehmen. Idealerweise liegen die beiden Objektive ca. 7 cm auseinander, was dem mittleren Augenabstand eines Menschen entspricht. Durch diese leichte Versetzung entstehen 2 Bilder, die minimal unterschiedlich sind. Fügt man diese mit verschiedensten Techniken zusammen, entsteht ein Bild welches in 3D erscheinen kann. Die Voraussetzung dafür ist die Art, wie sie Zusammengefügt werden. Das kann eine anaglyphe Projektion oder per Shuttertechnik sein, um mal nur 2 Verfahren zu nennen. Die anaglyphe Projektion ist das einfärben der Bilder in meist ein magentafarbenes und ein cyanfarbenes Bild. Diese beiden werden mit Bildbearbeitungs-Programmen so zusammengesetzt, dass sie ein wenig versetzt angezeigt werden. Nun noch die passende Brille auf und schon ist das Bild in 3D sichtbar. Die Shuttertechnik wird bei Bewegtbildern angewendet. Dabei werden dem Betrachter im Wechsel ein Bild für das linke Auge und ein Bild für das rechte Auge angezeigt. Durch eine entsprechende Brille die jeweils die andere Seite des Auges abdunkelt wirken die Bilder in 3D.

3D-Aufnahmen – Der Selbstversuch

Mit nur einer Kamera, die nicht für die 3D-Fotografie gemacht ist, wird die Sache schwieriger. Ich und Thorsten haben uns trotzdem mal vor einiger Zeit daran versucht. Dazu haben wir eine Canon 350D und ein Stativ geliehen. Ein Stillleben als Motiv macht sich besonders gut 😉 Um den typischen 3D-Effekt zu erhalten haben wir ein Foto gemacht und anschließend die Kamera um ca. 7cm in eine (gerade) Richtung bewegt und das gleiche Motiv (nur eben versetzt) nochmal fotografiert. Nach der Bearbeitung auf anaglypher Basis sind doch ganz brauchbare Fotos entstanden.
Die Ergebnisse zeige ich in meinem nächsten Post, bei dem ich dann auch kurz auf Probleme bei der 3D-Fotografie mit 1 Kamera eingehe.

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Naturfototage an der Müritz

Weg im Wald

(Bild: Flickr - spike.spiegel2010)

In Waren an der Müritz beginnen an diesem Wochenende die 12. Norddeutschen Naturfototage. Mit von der Partie sind natürlich ein Fotowettbewerb und Vorträge über die Fotografie in der Natur. Und das nicht nur im deutschen Raum sondern weltweit gesehen. Ein echter Naturkenner begleitet die Gäste auf der Jagd nach Naturszenen. Peter Wernicke gibt Anregungen und Tipps. Er hat sich als Autor von Naturbüchern einen echten Namen in der Szene gemacht.

Was umfasst Naturfotografie?

Natürlich hat jeder seine eigene Definition von Naturfotografie. Der eine zählt die Makrofotografie dazu, ein anderer versteht darunter das Fotografieren von Landschaften. Hier mal eine Auflistung was dazu zählen kann:

  • Fotos von Landschaften
  • Makrofotografie von Tieren oder Pflanzen
  • Tierfotografie allgemein
  • Ausschnitte aus der Natur
Tiere in der Natur Afrikas

Tiere in der Natur Afrikas (Bild: Flickr - 3www)

Man kann auch sagen: Alles außer der Personenfotografie, schließlich ist daneben ja fast alles in der Natur. Hauptsache man ist an der frischen Luft und macht besonders schöne Aufnahmen und das sollte ja in Waren kein Problem darstellen. Naturfotografie erstreckt sich also über ein weites Feld, kommt aber erst dann zur Geltung, wenn die Aufnahmen eine außergewöhnliche Sicht haben oder nicht alltägliche Situationen, wie Blitze abbilden.
Auch ein wenig reisen gehört dazu, um schöne Fotos zu machen. Immer zum gleichen Ort gehen, um dort zu versuchen Fotos zu machen, die man noch nicht hat, wird mit der Zeit auch etwas langweilig. Oder man hat ein vielseitiges Umfeld, indem es sich wirklich lohnen kann und einem die Motive nicht ausgehen.

 

Knospe einer Pflanze

Knospe einer Pflanze (Bild: Lars Tinner Flickr - Lars Tinner)

Wie sieht es bei euch damit aus? Reist ihr viel oder versucht ihr neue Orte in eurer Umgebung zu erkunden?

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Hochzeit in Großbritannien

Traualtar

William und Kate bald am Traualtar

Während sich Prinz William auf seine anstehende Hochzeit vorbereitet, wandert sein Bruder Harry mit Veteranen zum Nordpol. Noch einen Monat bis zur Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton und eine ganze Nation fiebert diesem Großereignis entgegen. Am 29. April 2011 ist es soweit und die beiden geben sich in der Westminster Abbey das Ja-Wort. Dabei haben die beiden eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Nach sich immer wiederholenden Trennungen, treten sie nun doch vor 1800 Gästen, darunter auch einfache Bürger, vor den Traualtar.

Vor der Trauung

Vor der Trauung müssen aber noch viele Vorkehrungen getroffen werden. Dass die beiden nicht mit der Kutsche zur Trauung fahren, von dort aber wieder weg, wurde ja reichlich in der Presse debattiert. Aber wie sieht es zum Beispiel mit der Festtafel aus? Für 600 Gäste zum Dinner braucht man schon ordentlich Personal und vor allem gutes Essen. Nach der Trauung werden aber erstmal Fotos gemacht. Vom Brautpaar selber und dem zeremoniellen Kuss auf dem Balkon des Buckingham Palace.

Hochzeitsfotografie

Hochzeitsfotografie

Richtig ausgeleuchtet gelingt jede Fotografie (Bild: Ulrich Kohlhoff Flickr - cream media design)

Für Hochzeitsfotografien ist gutes Wetter, also Sonnenschein optimal. Ob das an dem Tag in dem sonst eher trüben London zutrifft werden wir dann sehen. Man braucht allgemein bei der Personenfotografie viel Licht um nicht ungewollte Schatten auf Bereiche zu haben, die dann unvorteilhaft aussehen. Am besten macht man diese Sache zu zweit, indem einer einen reflektierenden Gegenstand von der lichtabgewandten Seite des Brautpaares hält. Somit kann auch die Schattenseite ausgeleuchtet werden. Solch ein Gegenstand kann eine einfache Styropor-Platte sein oder ein professionelles reflektierendes Segel, das mit Alufolie beschichtet ist.
Ich denke Kate und William brauchen sich darüber keine Sorgen zu machen. Die Royals werden sicherlich professionelle Hochzeitsfotografen engagieren.

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