Fotos archivieren

Im Laufe eines Jahres kommen bei jedem der aktiv fotografiert schnell mal mehrere tausend Fotos zusammen. Doch wo kommen die ganzen Fotos her? Da stehen immer mal ein paar Fototouren an, bei Feierlichkeiten wie Geburtstagen oder Hochzeiten wird man als „Fotograf“ in Beschlag genommen und im Urlaub entstehen ebenfalls massig Bilder. Wie managed man diese ganze Bilderflut? Ich will hier mal 3 Konzepte vorstellen, wie man die eigenen Fotos archivieren kann und wie man sie auch wieder auffindet.

Fotos in Ordnern archivieren

Fotos archivieren mit System

Fotos archivieren - nur wie (Flickr: cleev.)

Der wohl einfachste und wahrscheinlich auch von den meisten Hobby-Fotografen genutzte Weg ist, die ganzen Bilder in einzelnen Ordnern zu archivieren. Dort stellt sich dann die Frage wie man die Bilder ordnet. Die findigen Leser unter euch denken jetzt sicherlich: „Na, mit der entsprechenden Ordnerfunktion“. Nein, was ich meine ist der logische Aufbau der Ordnerstruktur. Auf Anhieb fallen mir da zwei mögliche Varianten ein: Das Archivieren nach Themengebiet und das Archivieren nach Datum.

Ordnen nach Themengebiet

Ordnet man die Bilder nach Themengebiet, also bspw. Landschaften, Tiere, Menschen, usw. dann hat man auf jeden Fall den Vorteil, dass die Anzahl der Ordner und Unterordner nicht ins unermessliche steigt. Daraus ergibt sich aber auch ein Nachteil. Zu viele Bilder in einem Ordner lassen schnell Chaos entstehen. Zwar kann man mit der „ordnen nach Datum“-Funktion des Ordners noch etwas Struktur reinbringen, jedoch werden es in 10 Jahren des Fotografierens so viele Fotos sein das kein Mensch mehr einen Überblick hat.

Ordnen nach Datum

Ein alternativer Weg ist, für jeden Tag, an dem Fotos entstanden sind, einen Ordner anzulegen und diese dann danach zu archivieren. Ganz nach einer logischen Baumstruktur deren Oberordner „Fotos“ heißt, dann das jeweilige Jahr bis hin zum Tag, können die Fotos systematisch angelegt werden. Das ist ein großer Vorteil dieser Variante. Wenn ich jedoch nach bestimmten Tiermotiven suche (als Beispiel mal „Kohlmeise im Winter“) dann steh ich vor dem Problem, dass ich pro Jahr ca. 3 Wintermonate habe und diese Tag für Tag durchsuchen muss. Das ist natürlich sehr zeitaufwendig. Eine mögliche Lösung für Viel-Fotografierer ist, eine Mischung aus beiden Archivierungsmöglichkeiten zu wählen. Also in der Art „Tiermotive 2011“ oder so ähnlich.

Fotos in Adobe Lightroom archivieren

Lightroom Überblick über die Foto-Archivierungs-Software

Bldarchivierung und - berabeitung mit Lightroom (Bild: Thomas Hawk Flickr: Thomas Hawk)

Fotos kann man natürlich auch professionell archivieren. Der Softwarehersteller Adobe wartet da mit einer speziellen Archivierungssoftware auf, bei der man die Bilder nicht nur archivieren, sondern auch noch bearbeiten kann. Wie in einer abgespeckten Photoshop Variante. Die Bilder, die in Lightroom hinterlegt werden, können mit verschiedenen Tags markiert werden. Das heißt, wenn ich eine Kohlmeise im Winter 2010 fotografiert habe, dann kann man dort diese Schlagwörter für dieses Foto hinterlegen. Und wenn ich heute danach suche mit den Wörtern „Kohlmeise Winter“, dann wird mir (eventuell unter anderem) dieses Foto angezeigt. Viel spricht für solch eine Software, aber natürlich auch etwas dagegen. Der Zeitaufwand für das Tagging der Fotos, also der Schlagwortzuweisung, ist sehr hoch und Lightroom ist kommerziellund mit über 295 Euro auch sehr teuer.

Fotos in Flickr oder Picasa archivieren

Das Web2.0 hält viele tolle Dinge bereit. So ist das auch für die Fotoarchivierung, die man im Internet erledigen kann. Bei der Bildverwaltung mit Flickr oder Picasa stehen diese beiden wohl am meisten in Konkurrenz, leisten auf dem Gebiet aber ungefähr das Gleiche. Bei beiden kann man seine Bilder hochladen, kategorisieren und sogar mit anderen teilen, um seine Bilder bekannter zu machen. Die beiden Angebote haben in etwa das Angebot einer Bilderarchivierungssoftware wie Lightroom, nur das sie im Internet stattfinden und die eigenen Bilder mit Freunden geteilt werden können. Außerdem kann man von jedem Ort aus, auch ohne den eigenen Computer, auf die Fotos zugreifen. Der Nachteil ist aber der, dass der Bilder-Upload sehr langwierig ist und jeder (auch wenn es unrechtmäßig ist) die Bilder einfach verwenden kann.

Fazit

Das Archivieren von Fotos ist also in jeder Hinsicht zeitaufwendig. Mit der richtigen Taktik fällt es im Nachhinein aber oftmals leichter bestimmte Fotos wiederzufinden. Wie archiviert ihr eure Fotos? Fallen euch vielleicht noch andere Möglichkeiten dafür ein, die ich hier nicht angesprochen habe?

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